Ein bisschen Historie und ein Rückblick zum Neubau des Trinkwasserbehälters Hohenfelde und der Photovoltaikanlage

Photovoltaik Hohenfelde

Warum war der Bau eines neuen Trinkwasserbehälters erforderlich?

Am Standort Hohenfelde wurde bis 1994 ein zweistufiges Wasserwerk mit einem Trinkwasserbehälter betrieben. Das alte Wasserwerk und der Trinkwasserbehälter stammten aus DDR-Zeiten. 

Im Zusammenhang mit der Übertragung der Wasserfassung an die Glashäger Mineralbrunnen GmbH wurde die Trinkwasseraufbereitungsanlage am Standort Hohenfelde außer Betrieb genommen und im Wasserwerksgebäude eine Druckstation installiert. Seit dieser Zeit wird das Trinkwasser im Wasserwerk Retschow aufbereitet und über eine Zulaufleitung zum Trinkwasserbehälter Hohenfelde gefördert. Der alte Trinkwasserbehälter mit seinen zwei erdbedeckten Behälterkammern mit jeweils 300 m³ Fassungsvermögen wurde weiterhin genutzt. 

Der Trinkwasserbehälter Hohenfelde sollte planmäßig erst 2025/2026 neu gebaut werden. Da die beiden alten Behälterkammern verschiedene Undichtigkeiten aufwiesen, war ein früherer Handlungsbedarf vonnöten. Eine grundlegende Sanierung beider Behälterkammern wäre unwirtschaftlich gewesen.

Auf dem Weg zum neuen Trinkwasserbehälter, gab es besondere Herausforderung zu bewältigen. Um die Trinkwasserversorgung auch während der Bauphase sicherzustellen, war ein Neubau direkt neben den vorhandenen Anlagen notwendig. Aus diesem Grund war es erforderlich, ein benachbartes Grundstück zu erwerben. 

Nachdem die Baugenehmigung – welche strenge naturschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigte – vorlag, konnte der Neubau im Juni 2021 starten. Der neue Trinkwasserbehälter wurde oberirdisch errichtet. Neben den beiden Behälterkammern mit jeweils 350 m³ Fassungsvermögen wurden gleich die Druckerhöhungsanlage sowie das Notstromaggregat integriert. Die Dachkonstruktion wurde für die Installation einer PV-Anlage ausgelegt. Diese ging im Dezember 2023 in Betrieb und hat eine Gesamtleistung von 13,95 kWp (7,38 kWp Richtung Süd-West und 6,56 kWp Richtung Süd-Ost). Die Gesamtinvestition in die PV-Anlage belief sich auf knapp 27.000,00 EUR. Im Jahr 2024 produzierte die Anlage bereits 13.969 kWh, welche vollständig für den Eigenbedarf genutzt wurden. Dies führte zu einer Einsparung von etwa 4.407,00 EUR (basierend auf einem Strompreis von 31,55 ct/kWh im Jahr 2024), was eine Amortisation der Investition in nur 6 Jahren erwarten lässt.

Zukunftsorientiert hat der ZV KÜHLUNG die Möglichkeit einer zweiten Behältereinspeisung aus dem Versorgungsbereich Wasserwerk Satow mit vorgesehen. 

Fünf Trinkwasserpumpen dienen nun zur bedarfsgerechten Trinkwasserversorgung der Ortschaften Clausdorf, Anna-Luisenhof, einen Teil von Reinshagen, Hanstorf, Konow und Ivendorf, Hastorf, Fulgenkoppel, Neu Hohenfelde, Gorow sowie Hohenfelde und Teilen von Bad Doberan.

Das Gebäude der alten Druckstation sowie die beiden alten Trinkwasserbehälterkammern wurden zurück gebaut.

Der neue Trinkwasserbehälter Hohenfelde wurde am 25.11.2022 in Betrieb genommen. 
Die Gesamtinvestition für die Umsetzung dieses Projekts belief sich auf ca. 1.750.000,00 € EUR.

Dank der Kombination aus dem neuen Trinkwasserbehälter und der effizienten Nutzung der Solarenergie wird die Versorgung langfristig gesichert. Der ZV KÜHLUNG plant, dass der neue Trinkwasserbehälter mindestens 60 Jahre zur stabilen Trinkwasserversorgung beitragen wird. Die Installation der PV-Anlage stellt zudem einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger und kostengünstiger Energieversorgung dar.

Mit dieser Nachlese möchten wir die positiven Ergebnisse des Projekts und die nachhaltigen Maßnahmen hervorheben, die zur Optimierung der Infrastruktur und zur Zukunftssicherung der Wasserversorgung in der Region beigetragen haben.